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Die Upholder-Klasse ist eine Klasse britischer diesel-elektrischer U-Boote, die 2002 an Kanada verkauft wurden und dort die Victoria-Klasse bilden.

Geschichte Bearbeiten

Die Boote wurden in den späten 1970er Jahren gebaut, um die Flotte von Atom-U-Booten der Royal Navy zu ergänzen. Die Kosten für eine Einheit sollten um 215 Millionen US-$ liegen, waren aber nach der Korrektur einiger Design-Fehler höher.

Die Boote der Upholder-Klasse enthielt eine verbesserte Version des Feuerkontrollsystems der SSNs, die zur selben Zeit gebaut wurden, das Sonarsystem stammte aus französischer Produktion.

Die Boote waren die ersten, die schallabsorbierende Kacheln am Rumpf hatten. Dies machte sie praktisch zu Atom-U-Booten ohne Reaktor, also mit verkleinerter Reichweite, aber dafür sehr viel leiser. Sie sollten das Gegenstück zur sowjetischen Kilo-Klasse bilden, deren Leistung und Design der Upholder-Klasse sehr ähnlich sind. Dennoch entwarf der Konstrukteur Vickers ein völlig neues Boot.

Der Doppelankermotor wurde von den 9000 Amperestunden starken Batterien oder den zwei Paxman Valenta Dieselmaschinen getrieben. Bei langsamen Patrouillenfahrten ist bei den Booten nur maximal eine Stunde schnorcheln nötig, um die Batterien wieder aufzuladen, bei einem 15-Knoten-Transit wären dies ca. acht Stunden.

Jedoch enthielt die Klasse mehrere Mängel, so hätte es passieren können, dass das automatisierte Waffenkontrollsystem ein Ventil der Torpedorohre öffnete, was ein Wassereinbruch und evtl. auch den Verlust des Bootes bedeutet hätte. Dieser Fehler wurde bei allen Booten kurz nach Indienststellung behoben.

Außerdem konnte ein Notmanöver zum Stoppen des Bootes (crash back) dazu führen, dass der Motor Stromstärken bis zu 60.000 Ampere erzeugt, was im sofortigen Verlust sämtlicher Antriebskraft resultierte. Da die Dieselmotoren für Lokomotiven konstruiert waren (also ausgelegt für lange Laufzeiten), fielen sie nach kurzzeitigen Schnorchelfahrten häufig komplett aus.

Die Arbeiten zur Korrektur dieser Designmängel nahmen drei Jahre in Anspruch, danach jedoch waren die Boote per passivem Sonar kaum zu orten, wenn sie schnorchelten waren sie nicht viel lauter als Atom-U-Boote. Durch ihre geringere Größe waren sie jedoch wesentlich schwerer durch Magnetanomaliedetektoren aufzuspüren.

1993 wurde der Bau der Klasse gestoppt, die vier gebauten Einheiten wurden außer Dienst gestellt und verkauft. Seit 2002 ersetzen die Boote die ebenfalls aus britischer Produktion stammende Oberon-Klasse in den kanadischen Streitkräften.

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