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800px-020108-N-6234S-036 USS Carl Vinson (CVN 70)-1-
779px-USS Carl Vinson (CVN-70) off southern California, 1993-1-
Die USS Carl Vinson (CVN-70) ist ein nukleargetriebener Flugzeugträger der United States Navy und das dritte Schiff der Nimitz-Klasse. Das nach dem langjährigen Kongressabgeordneten Carl Vinson benannte Schiff wurde zwischen 1975 und 1980 gebaut und 1982 bei der US-Marine in Dienst gestellt. Es befindet sich derzeit im aktiven Dienst.


Geschichte Bearbeiten

Der Bauauftrag für die Carl Vinson erging am 5. April 1974 an Newport News Shipbuilding in Newport News, Virginia. Die Kiellegung erfolgte am 11. Oktober 1975, die Schiffstaufe fand am 15. März 1980 in Anwesenheit des Namensgebers statt. Getauft wurde die Carl Vinson durch Molly Snead, eine langjährige Freundin des Kongressabgeordneten und Pflegerin seiner Frau. Am 26. Februar 1982 wurde der Träger an die US-Marine übergeben und am 13. März 1982 unterdem Kommando von Captain Richard Martin feierlich in Dienst gestellt. Am 18. März verließ der Träger Norfolk zu einer ersten Erprobungsfahrt, diese dauerte bis zum 2. April. Nach einer weiteren Probefahrt von Mitte April bis Juni, bei der mehrere Häfen in der Karibik besucht wurden, ging der Träger am 2. August zu Nachbesserungsarbeiten in Newport News ins Dock.

Nach Abschluss der Werftarbeiten im Dezember 1982 erfolgten weitere Probefahrten, bis die Carl Vinson am 1. März 1983 zur ersten Einsatzfahrt aufbrach. Mit dem Carrier Air Wing Fifteen an Bord verließ sie Norfolk zu einer Weltumrundung. Im April 1983 nahm sie an mehreren Manövern im Mittelmeer teil, Anfang Mai umfuhr sie dann das Kap der Guten Hoffnung. Nach Manövern im Arabischen Meer, Hafenbesuchen in Australien und Einsätzen vor Korea lief der Träger am 29. Oktober 1983 unter der Golden Gate Bridge hindurch in die Bucht von San Francisco, wo er in Alameda, seinem neuen Heimathafen, festmachte. 1984 nahm die Carl Vinson an mehreren Manövern vor der US-Westküste teil, unter anderem am RIMPAC 84. Im Oktober und November folgte dann die FleetEx 85, an dem auch die Flugzeugträger USS Midway und USS Enterprise beteiligt waren. Nach Abschluss des Manövers lief der Träger im Dezember via Yokosuka nach Subic Bay, wo er am 24. Dezember eintraf. Im Januar 1985 löste die Carl Vinson die Independence auf ihrem Posten im Indinschen Ozean ab. Aufgabe des Trägers war die Sicherung des Seegebiets vor dem Persischen Golf in der durch den Iran-Irak-Krieg angespannten Situation. Die Carl Vinson wurde am 18. April von der USS Constellation abgelöst und lief über Australien und die Philippinen zurück nach Kalifornien, wo sie am 24. Mai eintraf. Bis Jahresende war die Carl Vinson an mehreren Übungen vor der US-Westküste beteiligt.Vom 27. Mai bis zum 18. Juni 1986 war der Träger am RIMPAC-86-Manöver beteiligt, im August folgte dann ein Einsatz im Nordpazifik und der Beringsee. Nachdem der Air Wing in Korea und Japan mit scharfer Munition geübt hatte, lief die Carl Vinson Ende September wieder in den Indischen Ozean, wo sie an mehreren Manövern teilnahm. Ende November lief der Träger in Diego Garcia ein. Die Weihnachtstage 1986 verbrachte der Träger im Hafen vom Fremantle, Australien. Nach einem Hafenbesuch in Singapur vom 5. bis zum 10 Januar 1987 nahm die Carl Vinson an mehreren Manövern in der Beringsee teil, am 5. Februar lief sie wieder in Alameda ein. Am 24. März ging der Träger im Hunter's Point Naval Shipyard ins Trockendock, die Überholung dauerte bis zum 2. Juli. Nach erfolgreicher Erprobungsfahrt am 26. August war der Flugzeugträger an mehreren Manövern vor der kalifornischen Küste beteiligt. Nach mehreren Manövern vor der kalifornischen Küste in der ersten Jahreshälfte 1988 setzte die Carl Vinson am 15. Juni Kurs auf den Westpazifik. Am 28. Juli löste sie die USS Forrestal auf ihrer Position im nördlichen Arabischen Meer ab. Am 4. September lief der Träger in die Straße von Hormus, um die Operation Earnest Will zu unterstützen. Nach einem kurzen Hafenbesuch in Mombasa Anfang Oktober kehrte der Träger ins Arabische Meer zurück, wo er am 29. Oktober von seinem Schwesterschiff Nimitz abgelöst wurde. Nach Zwischenstopps in Thailand, Subic Bay und Hawaii lief die Carl Vinson am 16. Dezember in die Bucht von San Francisco ein. 1989 nahm der Träger an mehreren Manövern teil, so im September vor Alaska und Oktober vor Korea, wo das PACEX-Manöver stand fand, die größte Militärübung seit dem Zweiten Weltkrieg.

Am 1. Februar 1990 verließ die Carl Vinson Alameda in Richtung Westpazifik. Nach einem Aufenthalt in Pearl Harbor am 15. Februar nahm der Träger vom 26. Februar bis zum 18. März am Team Spirit-Manöver vor Korea teil. Im April folgte ein Manöver mit den Streitkräften Singapurs. Am 23. April begann der fünfte Einsatz der Carl Vinson im Indischen Ozean. Während des Einsatzes, der bis zum 1. Juni dauerte, nahm der Träger an mehreren Manövern mit Anrainerstaaten teil. Am 12. Juni lief der Flugzeugträger zu einem sechstägigen Hafenaufenthalt in Fremantle ein. Nach weiteren Manövern mit der Royal Australian Navy erreichte die Carl Vinson am 28. Juni Subic Bay, von wo aus sie am 1. Juli über Hongkong und Pearl Harbor nach San Diego fuhr, wo am 29. Juli der Air Wing von Bord ging. Am 31. Juli legte der Träger in Alameda an, am 15. September setzte er kurs auf seinen neuen Heimathafen Bremerton im US-Bundesstaat Washington, wo er zwei Tage später eintraf. Am 29. September wurde die Carl Vinson im Trockendock 6 des Puget Sound Naval Shipyard eingedockt. Während der folgenden zwei Jahre wurde die Carl Vinson für rund 300 Millionen US-Dollar gründlich überholt und modernisiert. Nach dem Verlassen des Trockendocks am 15. November 1991 gingen die Arbeiten bis Ende März 1993 an der Pier der Werft weiter. Mitte April verlegte der Träger zurück nach Alameda, anschließend begannen erste Erprobungsfahrten vor der kalifornischen Küste. Im Dezember nahm der Träger zum ersten Mal seit Abschluss der Überholung an einem Manöver vor der kalifornischen Küste teil.[13] Am 17. Februar 1994 verließ die Carl Vinson in Richtung Yokosuka, wo sie am 11. März eintraf. Nach einem Hafenbesuch in Hongkong im März traf der Träger am 16. April in seinem Operationsgebiet im Persischen Golf ein, wo er als Teil der US-Flotte im Rahmen der Operation Southern Watch die Flugverbotszonen über dem südlichen Irak sicherte. Die Carl Vinson verließ den persischen Golf am 19. Juni und kehrte nach Hafenbesuchen in Fremantle und Hobart im Juli via Pearl Harbor am 14. August in San Diego zurück. Nach weiteren Übungen vor Südkalifornien erreichte der Träger am 2. Oktober seinen Heimathafen

Im Mai 1996 verließ die Carl Vinson die US-Küste Richtung Persischer Golf, wo sie an der Überwachung der irakischen Flugzonen (Operation Southern Watch) teilnahm. Außerdem beteiligte sie sich an der Angriffsmission Operation Desert Strike. Der Träger kehrte am 14. November in seinen Heimathafen zurück. 1997 wurde die Carl Vinson in Bremerton überholt. Im Juli 1998 nahm das Schiff an der Übung RIMPAC 98 teil, Anfang November folgte eine weitere Verlegung in den Golf, wo sich die Carl Vinson erneut an der Überwachung der Flugverbotszonen im Rahmen von Southern Watch beteiligte. Da jedoch die Spannungen am Golf stiegen, wurde ein Besuch Australiens abgesagt, die Vinson direkt in den Golf geschickt. Dort angekommen nahm die Gruppe um den Träger in Operation Desert Fox wieder an einem Angriff auf irakische Bodenstellungen teil, beteiligt waren sowohl die Schiffe USS Princeton und Fitzgerald aus der Kampfgruppe als auch Flugzeuge der Vinson. Auch während der folgenden Durchsetzung der Flugverbotszonen starten regelmäßig Trägerflugzeuge – während der Verlegung insgesamt fast 8700 Mal. Der Flugzeugträger verließ den Golf am 22. März 1999 und kehrte über Fremantle und Hobart nach Bremerton zurück, wo er am 6. Mai eintraf. Von Juli 1999 bis Juni 2000 wurde die Carl Vinson im Puget Sound Naval Shipyard für 230 Millionen US-Dollar im Trockendock überholt. 2001 verließ die Vinson ihren Heimathafen Bremerton, um im Persischen Golf Operation Southern Watch zu unterstützen, also wiederum die Flugverbotszonen über dem Irak zu überwachen. Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 wurde jedoch der Einsatzplan geändert. Die Vinson wurde ins Arabische Meer geschickt, von wo aus die ersten Angriffe auf Afghanistan im Rahmen der Operation Enduring Freedom geflogen wurden. Anfang 2002 erreichte der Träger die US-Westküste, wo er für den Rest des Jahres in die Werft ging. Im Februar 2003 verlegte die Carl Vinson wieder. Während ein Großteil der US-Streitkräfte an Operation Iraqi Freedom und Enduring Freedom teilnahmen, fuhr die Vinson im Westpazifik, um dort Präsenz zu zeigen, absolvierte zahlreiche Hafenbesuche und nahm an Übungen teil.

Nach lokalen Operationen im Jahr 2004 verlegte der Träger 2005 wieder, Ziel sollte Norfolk sein, wo eine Überholung auf dem Programm stand. Im März erreichte das Schiff den Persischen Golf, von wo aus die Flugzeuge im Rahmen von Iraqi Freedom Stellungen im Irak angriffen. Nach über 6500 durchgeführten Starts wurde die Vinson im Juli aus dem Golf abgezogen und fuhr durch den Suezkanal und das Mittelmeer an die US-Ostküste. Vom 11. November 2005 bis 11. Juli 2009 durchlief der Träger in seiner Bauwerft einen RCOH (Refueling and Complex Overhaul), eine Modernisierung mit Austausch der Brennstäbe des Atomantriebs. Die Kosten lagen bei über 3,1 Mrd. Dollar.[17] Danach wird der neue Heimathafen des Schiffes San Diego (Kalifornien). Vor dem Werftaufenthalt war das Carrier Air Wing Nine (CVW-9) auf der Carl Vinson stationiert, ab 2010 soll dann das CVW-17 auf der Carl Vinson eingesetzt werden.[18]

Anfang Januar 2010 verließ die Vinson Norfolk, um in den Pazifik zu wechseln. Nach dem schweren Erdbeben von Haiti wurde sie jedoch vor die Küste der Region um Port-au-Prince geschickt, um dort mit ihren Helikoptern Hilfsgüter an Land transportieren zu können. Ebenfalls wurde Trinkwasser bereitgestellt (die Entsalzungsanlage an Bord kann täglich bis zu 1,5 Millionen Liter Meerwasser entsalzen). Die USS Higgins (DDG-76) und die USS Bunker Hill (CG-52) unterstützen den Flugzeugträger dabei. Am 1. Februar 2010 beendete die Vinson ihren Einsatz.

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