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800px-US Navy 020421-N-8794V-001 USS Lincoln - Gulf of Alaska-1-
Nach ihrer Indienststellung 1989 kehrte das Schiff noch einmal für mehrere Wochen ins Trockendock zurück, da Kühlwasser aus dem Reaktor ausgelaufen war. Nach der Überführung in den Pazifik im September 1990 sollte im Mai 1991 der erste Einsatz folgen. Das Schiff wurde in den persischen Golf entsandt, um als Kommandoschiff der Alliierten Streitkräfte die Nachbereitung des Zweiten Golfkrieges durchzuführen. Noch während der Fahrt wurde das Schiff jedoch auf die Philippinen umgeleitet, um Staatsbürger der USA nach dem Ausbruch des Vulkans Pinatubo zu evakuieren.


Nach dem erfolgreichen Abschluss der Operation lief der Träger den persischen Golf an, um an der Überwachung der von den USA und Großbritannien eingerichteten Flugverbotszonen im Süden des Irak teilzunehmen. Auch 1992, 1995 und 1998 war das Schiff in dieser Funktion im persischen Golf im Einsatz.


1993 wurde die USS Abraham Lincoln vor die Küste Somalias entsandt, um Unterstützung bei der UN-Friedensmission zu leisten. 1997 fand eine einjährige Modernisierung des Schiffes statt.


Nach den Anschlägen des 11. September 2001 wurde das Schiff in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt und in den Indischen Ozean entsandt. Inwieweit der Träger an der Operation Enduring Freedom beteiligt war, ist unklar, da es hier widersprüchliche Informationen gibt. Vermutlich agierte er gemeinsam mit dem britischen Flugzeugträger HMS Illustrious als Kommandoplattform für die Alliierten Streitkräfte in Afghanistan.


2003 übernahm der Träger die Führungsrolle im Irakkrieg. Während sich das Schiff bereits auf dem Rückweg in die USA befand, landete US-Präsident George W. Bush am 1. Mai 2003 an Bord einer S-3B Viking auf der USS Abraham Lincoln. In einer medienwirksam inszenierten Rede erklärte er unter dem Schlagwort Mission Accomplished das Ende der Kampfhandlungen im Irak. Aufgrund der unbefriedigenden Gesamtsituation im Irak wurde dieser Auftritt lange Zeit kontrovers diskutiert. Mit diesem Auftritt gab es zum ersten Mal die Navy One.


Infolge des Seebebens im Indischen Ozean befand sich die Abraham Lincoln seit dem Jahreswechsel 2004/2005 zusammen mit Teilen ihrer Trägergruppe und dem Hubschrauberträger USS Bonhomme Richard (LHD-6) mehrere Monate vor der Küste von Sumatra, um Katastrophenhilfe zu leisten (insbesondere Lufttransport von Hilfsgütern).


2006 war der Träger Teil der Übung Valiant Shield, der größten Übung der US-Streitkräfte im Pazifik seit Jahrzehnten. Nach einer Einsatzfahrt im Rahmen der Operation Enduring Freedom begann im Oktober 2008 eine neunmonatige Überholung in der Puget Sound Naval Shipyard, die 250 Millionen Dollar kostete. Im September 2010 folgte die erste Verlegung seit der Überholung, die Lincoln fuhr im Pazifik und im Persischen Golf.


Im März 2010 vergab die US Navy einen Auftrag für einen Refueling and Complex Overhaul (RCOH) an Northrop Grumman. Arbeiten für 80,1 Millionen US-Dollar sind bereits vergeben, mit allen Optionen kann der Vertrag bis zu 678,6 Millionen US-Dollar wert sein.