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Sturgeon-Klasse

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Die Sturgeon-Klasse war eine Klasse atomgetriebener Jagd-U-Boote der United States Navy, die in den 1960er und 1970er Jahren gebaut wurden und teilweise bis um die Jahrtausendwende in Dienst standen. Mit 37 Einheiten war die Klasse in den 1970er Jahren bis zur Einführung der Los-Angeles-Klasse die größte Klasse in der Jagd-U-Boot-Flotte der US Navy.

Geschichte Bearbeiten

Planung & Bau Bearbeiten

Die Atom-U-Boote der Sturgeon-Klasse wurden Ende der 1950er Jahre geplant und stellten eine Verbesserung der vorhergehenden Thresher-/Permit-Klasse dar. Die Boote wurden als dritte Klasse nach der Skipjack-Klasse und ebenjener Thresher-/Permit-Klasse speziell im Hinblick auf Vielseitigkeit entwickelt, weswegen die Höchstgeschwindigkeit im Vergleich zu früheren Klassen nicht weiter gesteigert wurde. Stattdessen wurden die Boote größer, die Verdrängung damit gesteigert. Die zusätzlichen fünf Meter Länge gegenüber den Threshers kamen vor allem der Geräuschdämmung zugute, der größere Tur der Ausstattung mit Elektronik.

Die Sturgeon-Klasse war die letzte Klasse, die auf einer Vielzahl von unterschiedlichen Werften gebaut wurde, weshalb 37 Boote innerhalb von acht Jahren in Dienst gestellt werden konnten. Die Bauwerften waren Electric Boat für zwölf Einheiten, Newport News Shipbuilding für neun U-Boote Ingalls Shipbuilding für sieben Boote, San Francisco Naval Shipyard für fünf Einheiten und Fore River Shipyard sowie Portsmouth Naval Shipyard für jeweils zwei Sturgeons. Heute bauen lediglich Newport News und Ingalls noch Atom-U-Boote.

Die Baukosten lagen, soweit bekannt geworden, zwischen 70 und 80 Millionen Dollar pro Einheit, wobei die Werftkosten stark variierten. Während sie bei den frühen Einheiten bei unter 20 Mio. $ lagen, stiegen sie bei den letzten bis auf 44 Mio. $ an.

Modifikationen Bearbeiten

Die letzten neun Boote der Klasse wurden von Beginn an um rund drei Meter verlängert, vor allem um modernere Sonaranlagen an Bord nehmen zu können. Die USS Parche (SSN-683) wurde 1978 stark modifiziert. Ihr wurde vor dem Turm eine rund 30 Meter lange Rumpfsektion eingefügt, die nach unten hin eine Luke hatte. Damit konnte die Parche Spezialoperationen übernehmen.

Auf dem Entwurf der Sturgeon-Klasse basieren auch die beiden Testschiffe USS Narwhal (SSN-671) und USS Glenard P. Lipscomb (SSN-685) die Reaktoren mit natürlichem Kühlmittelkreislauf und turbo-elektrischem Antrieb testeten.

Einsatzzeit Bearbeiten

Die Sturgeon-Klasse stellte in den 1960er und 1970er Jahren, also auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, mit ihren beiden schon erwähnten Vorgänger-Klassen den Hauptteil der Jagd-U-Boot-Flotte. Ab Mitte der 70er Jahre begann die Einführung der Los-Angeles-Klasse, die die Sturgeons nach einer Dienstzeit von rund 30 Jahren ersetzte. So wurden die diese zwischen 1991 und 2005 außer Dienst gestellt. Ehemals geplant war auch, die Boote durch die Einheiten der Seawolf-Klasse zu ersetzen, doch wurden nach dem Ende des Kalten Krieges nur drei Boote dieser Klasse gebaut, was mit der Außerdienststellung der Sturgeons zu einer generellen Flotten-Verkleinerung führte.

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