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Die RMS Queen Mary war als Passagierschiff der Cunard-Reederei von 1936 bis 1967 im Einsatz. Sie hat seither in Long Beach (Kalifornien) als Hotel The Queen Mary festgemacht.


Der Bau Bearbeiten

Bereits im Jahre 1926 wurde ein Ersatz für die veraltete Mauretania geplant. Der Bauauftrag an die Werft John Brown & Company (Clydebank) wurde aber erst 1930 erteilt. Nach der Kiellegung am 31. Januar 1931 ging der Bau so schnell voran, dass der Stapellauf bereits für den Mai 1932 geplant wurde. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise gab die Cunard-Reederei am 11. Dezember 1931 bekannt, dass der Bau vorerst eingestellt wird.

Als die Cunard-Line 1933 die White Star Line übernahm, verschmolzen die beiden Reedereien zur Cunard White Star Ltd.. Die Regierung sicherte der neuen Reederei eine Anleihe von 9,5 Millionen Pfund, damit die Queen Mary fertiggestellt und ein weiteres ähnliches Schiff (die spätere RMS Queen Elizabeth) in Auftrag gegeben werden konnte. Die Arbeiten wurden im April 1934 wiederaufgenommen. Im August desselben Jahres waren die Arbeiten an Schiff Nr. 534 abgeschlossen.

Gerüchten zufolge soll zunächst gemäß Cunard-Tradition (Lusitania, Aquitania) der auf „ia" endende Name Victoria beabsichtigt gewesen sein. Die Namen von White Star-Schiffen endeten dagegen mit „ic" (Titanic, Olympic), so dass nach der Fusion eine Kompromisslösung bevorzugt wurde. Auf die Bitte an König Georg V., das Schiff nach „Britanniens größter Königin" zu taufen, soll die Königin Mary von Teck nonchalant antworten haben lassen, dass sie sich geehrt fühle. Der Reederei blieb angeblich nichts anderes übrig, als dies stillschweigend zu akzeptieren, und so wurde am 26. September 1934 von der gleichnamigen Monarchin nun die RMS Queen Mary getauft.

Die aktuelle RMS Queen Mary 2 wiederum knüpft an den Namen dieses Schiffes an. Ein weiteres nach der Königin benannte Schiff war der 1912 vom Stapel gelaufene Schlachtkreuzer HMS Queen Mary, der 1916 in der Skagerrakschlacht von Schiffen der Kaiserlichen Marine versenkt wurde.

Die Ausrüstung des Schiffes wurde 1936 fertiggestellt, und das Schiff wurde nach Southampton gebracht.

Kriegseinsatz Bearbeiten

Am 21. März 1940 erhielt die Queen Mary den Befehl, über Kapstadt nach Sydney auszulaufen. Als das Schiff seinen Zielort erreicht hatte, wurde es grau angestrichen und für den Kriegsdienst umgebaut. Von da an transportierte sie, wie auch die inzwischen fertiggestellte Queen Elizabeth, Tausende von Soldaten nach Australien, um dort die Pazifikfront auszubauen.

Bei einem der Transporteinsätze geriet der zum Geleitschutz eingesetzte Flak-Kreuzer HMS Curacoa aufgrund eines Navigationsfehlers am 2. Oktober 1942 vor ihren Bug und wurde mittschiffs durchrammt, woraufhin der Eskortkreuzer mit 336 Mann an Bord unterging. Nur 26 Besatzungsmitglieder überlebten. Die Queen Mary durfte laut Befehl aus Sicherheitsgründen niemals stoppen.

Als der Krieg im Mai 1945 in Europa vorbei war, transportierten die beiden Schwesterschiffe Soldaten zurück in ihre Heimat.


Nachkriegszeit Bearbeiten

Am 27. September 1946 wurde die Queen Mary der Cunard-Line zurückgegeben. Das Schiff wurde 10 Monate lang generalüberholt und erhielt auch eine neue Klimaanlage.

Am 31. Juli 1947 trat das Schiff seine erste Nachkriegsreise an. Im Juli 1952 verlor die Queen Mary das Blaue Band an die United States, ein neueres und weitaus moderneres Schiff. Aufgrund der vermehrten Beliebtheit von Flügen über den Atlantik wurden die großen Passagierdampfer jedoch in den 1960er Jahren unrentabel.

Am 16. September 1967 lief die Queen Mary zu ihrer letzten Überfahrt aus und wurde stillgelegt.


Die Queen heute Bearbeiten

Die Gemeinde Long Beach in Kalifornien kaufte das Schiff für rund 1.230.000 Pfund. Seitdem wird das Hotel The Queen Mary im dortigen Hafen erfolgreich als Museum, Hotel und Tagungszentrum genutzt.

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Erzählungen zufolge beherbergt das Schiff eine Reihe Geister. So soll ein junger Seemann im Maschinenraum umgehen, der bei einer Feuerübung an Bord umkam. Ein Geistermädchen, das einst im Pool ertrank, jammere noch immer nach seiner Mutter. Und Passagiere haben eine "White Lady" gesichtet, berichteten von Möbelrücken und unheimlichen Schreien. 2004 besuchte das in Amerika bekannte TAPS-Team das Schiff. Es führte eine professionelle Geistersuche durch, kam dabei jedoch zu keinem Ergebnis.

Die Queen Mary diente als Vorlage für das Schiff im Film Titanic 2.





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