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Die Oceanic ist ein deutscher Hochsee-Bergungsschlepper. Eigentümer ist die Bugsier-Reederei und Bergungs GmbH & Co. KG in Hamburg.

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Beschreibung Bearbeiten

Mit einem Pfahlzug von 179 Tonnen und Zugdrähten mit 380 Tonnen Bruchfestigkeit ist die Oceanic zurzeit einer der leistungsfähigsten Bergungsschlepper weltweit. Noch leistungsfähigere Schlepper sind die drei Schwesterschiffe Singapore, London und Rotterdam der niederländischen Reederei Svitzer Ocean Towage BV mit einer Zugleistung zwischen 180 und 189 Tonnen.


Geschichte Bearbeiten

Die Oceanic wurde 1969 bei der F. Schichau GmbH, Bremerhaven, gebaut und befindet sich seither im Besitz der Bugsier-Reederei und Bergungs GmbH & Co. KG, Hamburg. Bei Ablieferung 1969 waren sie und ihr Schwesterschiff Arctic die stärksten Schlepper der Welt.

Begründet wurde der Bedarf für solch starke Schlepper seitens Bugsier mit der 1967 erfolgten zweiten Schließung des Suez-Kanals durch den ägyptischen Staatspräsidenten Gamal Abdel Nasser. Bedingt durch diese Sperrung mussten sämtliche Rohöltransporte aus den arabischen Ölfördergebieten in Richtung Europa bzw. Amerika um das Kap der guten Hoffnung herum erfolgen. Damit einher ging eine stetige Größenzunahme der eingesetzten Tanker. Bugsier erkannte frühzeitig, dass diese neuen Schiffsgrößen im Falle von Havarien leistungsstarke Schlepper erfordern würde. Zudem erhoffte man sich Aufträge aus der sich damals entwickelnden Offshore-Ölförderung.

Über einen längeren Zeitraum war die Oceanic in südafrikanischen Gewässern, nähe der Tankerroute um das Kap der guten Hoffnung, stationiert. Hier übernahm sie beispielsweise die Bergung des gestrandeten Tankers Wafra im Jahr 1971. Ein weiterer Aufsehen erregender Einsatz war die Bergung des mit einem anderen Schiff kollidierten Tankers Aegean Captain im Jahr 1979. Die Arctic übernahm 1972 das Freischleppen des in der Antarktis auf Grund gelaufenden Kreuzfahrtschiffs Lindblad Explorer.

In den 90ern wurden Oceanic und Arctic über längere Zeiträume aufgelegt. Ein Grund hierfür war der aufgrund technischer Verbesserungen im Schiffbau und -betrieb nachlassende Bedarf an Bergungsschleppern, der andere eine Marktveränderung im Offshore-Geschäft. Hier kamen immer mehr speziell für den Offshore-Einsatz gebaute Ankerziehschlepper zum Einsatz, so dass die Marktanteile der hierfür eingesetzten Bergungsschlepper immer weiter sank.

Seit März 1996 ist sie als Notschlepper zur Verstärkung der bundeseigenen Schleppkapazität durch die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord gechartert. Das Schiff befindet sich in ständiger Rufbereitschaft auf Seeposition vor der Insel Norderney und kann auch bei schwerster See Havaristen zu Hilfe kommen. Der Schlepper ist von den Nordseeinseln Norderney und Baltrum am Horizont in nordöstlicher bzw. nordwestlicher Richtung zu sehen. Der Einsatz der Oceanic war durch die ständig zunehmende Schiffsgröße auf den Großschifffahrtsstraßen der Nordsee und einige Schiffsunglücke (zum Beispiel Pallas) notwendig geworden, da wegen der multifunktionalen Anforderungen bisherige kommerzielle Schlepper nicht leistungsfähig genug waren, um größere Schiffskatastrophen auf hoher See abzuwehren.

Die Besatzung verweilt 28 Tage auf der Bereitschaftsposition und wird dann in Cuxhaven ausgetauscht.

Nachfolger Bearbeiten

Als Nachfolgeschiff der Oceanic wurde der Hochseeschlepper Nordic mit 200t Pfahlzug; 78 Meter Länge und 16,4 Meter Breite auf der Peene-Werft in Wolgast gebaut. Die Nordic wurde am 8. Dezember 2010 in Dienst gestellt und hat seit dem 1. Januar 2011 die Aufgaben der Oceanic übernommen.

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