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Die Iowa-Klasse ist eine Klasse von Schlachtschiffen, die die US Navy während des Zweiten Weltkrieges in Dienst gestellt hat.

Die Iowas sind die schnellsten jemals gebauten Schlachtschiffe und gehören gleichzeitig zu den letzten Vertretern dieser Gattung, lediglich die britische HMS Vanguard wurde später in Dienst gestellt. Sechs Schiffe wurden auf Kiel gelegt, jedoch nur vier tatsächlich vollendet. Die Einheiten nahmen am Pazifik-, Korea-, Vietnam- sowie, nach umfassender Modernisierung, am Zweiten Golfkrieg teil, wurden jedoch aufgrund des hohen Personalbedarfs in Friedenszeiten immer wieder der Reserveflotte zugeordnet. Im März 2006 wurden die Schiffe vermutlich endgültig aus dem Schiffsregister gestrichen.

Geschichte Bearbeiten

Planung und Bau Bearbeiten

Die Planung der Iowa-Klasse begann Anfang 1938, als schnelle Eskortschiffe mit starken Geschützen für die Flugzeugträger benötigt wurden; dieser Typ war als fast battleship, also schnelles Schlachtschiff bekannt. Die Klasse konnte ohne praktische Beschränkung bezüglich Tonnage und Bewaffnung entwickelt werden. Die im Washingtoner Abkommen sowie auf den Flottenkonferenzen von London festgeschriebenen Limits (45.000 t Verdrängung) waren zu dieser Zeit zwar noch in Kraft, wurden aber nur auf dem Papier eingehalten. Die offizielle Gewichtsverteilung summiert sich auf etwa 45.500 t, tatsächlich lag die Verdrängung bei über 57.000 t.

Die Iowa-Klasse wurde auf dem Rumpf der Vorgängerklasse, der South-Dakota-Klasse, geplant, da eine Studie dem Rumpf die Fähigkeit zusprach, eine Geschwindigkeit von bis zu 33 Knoten erreichen zu können. Die Iowas sollten die gleiche Hauptbewaffnung wie die South Dakotas tragen, das Mark-II-Geschütz für 406-Millimeter-Geschosse der Kaliberlänge 45. Um jedoch mit den Geschützen der japanischen Yamato-Klasse mithalten zu können, wurde die neuentwickelte Mark VII mit Kaliberlänge 50 installiert, die schwerere Geschosse desselben Kalibers verschießen konnte. Jedoch war es bereits zu spät, die Panzerung der Schiffe noch an die Stärke der neuen japanischen Schlachtschiffe anzupassen, da dies die Geschwindigkeit wieder reduziert hätte. Trotzdem wurde der Planungsprozess 1939 abgeschlossen, die ersten drei Schiffe sollten wie geplant so schnell wie möglich gebaut werden, während die nächsten drei noch einen Mark-VII-Turm mehr tragen sollten, dafür aber langsamer sein würden. Dieses Vorhaben wurde bereits Ende 1939 aufgegeben, da der Bedarf an schnellen Schlachtschiffen größer war als der an Schiffen mit noch stärkerer Bewaffnung. Die Finanzierung erfolgte aus den Haushalten der Jahre 1940 und 1941, eine Einheit durfte, wie vom US-Kongress genehmigt, 125 Mio. US-Dollar kosten, die tatsächlichen Kosten lagen noch ein wenig unter dieser Grenze.

Die Schiffe der Iowa-Klasse wurden auf drei Werften gebaut: BB-61 und BB-63 wurden auf der New York Naval Shipyard in Brooklyn, New York auf Kiel gelegt, BB-62, BB-64 und BB-65 auf der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania. Die letzte Einheit, BB-66, wurde auf der Norfolk Naval Shipyard, Portsmouth, Virginia gebaut. BB-65 und BB-66 wurden nicht mehr fertiggestellt und letztendlich zerlegt. Zwischen Kiellegung und Stapellauf lagen bei den vier fertiggestellten Schiffen zwei bis drei Jahre, bis zur Indienststellung verbrachten die vier Iowas dann noch jeweils rund vier bis fünf Monate am Ausrüstungspier.

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