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Achille Lauro

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Die Achille Lauro war ein Kreuzfahrtschiff mit einer Länge von 192 m und einer Tonnage von 23.112 BRT. Sie lief am 1. Juli 1946 für die Rotterdamsche Lloyd als Willem Ruys vom Stapel. Im Januar 1965 erfolgte die Übergabe an die italienische Lauro-Linie und die Umbenennung. Das Schiff wurde vor allem durch seine Entführung 1985 bekannt. Es sank 1994 infolge eines Maschinenbrandes.


Die Entführung Bearbeiten

Am 7. Oktober 1985 wurde die Achille Lauro, die zu einer 12-tägigen Mittelmeerkreuzfahrt ausgelaufen war und sich gerade mit 680 Passagieren und ca. 350 – hauptsächlich italienischen und portugiesischen – Besatzungsmitgliedern an Bord auf der Fahrt von Alexandria nach Port Said im Nordosten Ägyptens befand, von vier palästinensischen Terroristen entführt. Diese waren Angehörige der Palestine Liberation Front (PLF), als deren Anführer Abu Abbas galt, und drohten damit, die Passagiere einen nach dem anderen zu töten, angefangen bei den US-Bürgern, falls der Staat Israel nicht umgehend 50 inhaftierte, des Terrors bezichtigte Palästinenser bzw. „Gesinnungsgenossen“ freiließe. Von Letzteren wurde Samir Kuntar als Einziger namentlich benannt. Als einziger Nicht-Palästinenser sollte aus französischer Haft der deutsche Neonazi und PLF-Offizier Odfried Hepp freigepresst werden, der unter dem Kampfnamen Omar Saad Tariq jahrelang für die PLF agierte.

Sollte jemand versuchen, die Passagiere zu retten oder die Geiselnehmer anzugreifen, würden sie das Schiff in die Luft sprengen. Den schnell einberufenen Expertengruppen fiel es schwer, zu beurteilen, wie viele Passagiere noch an Bord waren, da einige das Schiff in Alexandria verlassen hatten und nach der Besichtigung der Pyramiden in Port Said wieder an Bord gehen wollten. Italienische Behörden schätzten die Anzahl der Geiseln an Bord auf 60–80, darunter ca. ein Dutzend US-Bürger. Dem Kapitän befahlen die Entführer, den Hafen von Tartus in Syrien anzulaufen, und verlangten gleichzeitig Verhandlungen mit den Botschaftern Italiens, der USA, Großbritanniens und der Bundesrepublik Deutschland. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, schossen sie nach Augenzeugenberichten dem teilgelähmten amerikanischen Touristen jüdischer Abstammung Leon Klinghoffer (69) aus nächster Nähe in Brust und Kopf und zwangen anschließend den Schiffsfriseur und einen Kellner, die Leiche samt Rollstuhl über Bord zu werfen.


Der Untergang Bearbeiten

Am 30. November 1994 brach im Maschinenraum der Achille Lauro, die sich mit 1.000 Passagieren an Bord 30 Seemeilen östlich des Horns von Afrika (Somalia) im Indischen Ozean auf einer Kreuzfahrt befand, ein Feuer aus. Der Brand geriet außer Kontrolle, weshalb das Schiff evakuiert wurde. Die Passagiere wurden von mehreren Schiffen aufgenommen, die meisten von der Hawaiian King. Die United States Navy schickte zwei Schiffe, die USS Halyburton (FFG-40) und die USS Gettysburg (CG-64), für die Verpflegung und medizinische Versorgung der Passagiere zur Unglücksstelle.

Durch die Löschwasserpumpen wurde ständig Wasser in den Rumpf gepumpt, wodurch das Schiff zunehmend Schlagseite bekam. Das Feuer konnte jedoch nicht unter Kontrolle gebracht werden. In den frühen Morgenstunden des 2. Dezember wurde versucht, das Schiff an die Leine zu nehmen, um es von einem Schlepper in Küstennähe bringen zu lassen. Währenddessen erschütterte eine Explosion das Schiff, das kurz darauf sank.

Bei dem Unglück kamen drei Personen ums Leben.

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