FANDOM


Harpoon asm bowfin museum-1-
Die Harpoon wird von einem Teledyne-Turbojet (Modell: J402-CA-400) mit einem Schub von 3,0 Kilonewton (kN) angetrieben und wird standardmäßig luftgestützt (AGM) abgeschossen. Außer den Versionen E, F, H und K können alle Varianten auch oberflächen- oder U-Boot-gestützt (RGM/UGM) abgefeuert werden. Hierzu wird ein Booster (Modell: A/B44G-2 oder -3) benötigt, der über 2,9 Sekunden einen zusätzlichen Schub von 53,0 kN liefert. Alle Versionen (außer H und K) verfügen über einen WDU-18/B-Gefechtskopf mit 221 Kilogramm (kg) Hochexplosivsprengstoff. Die Navigation übernimmt ein inertiales Navigationssystem, bei Version H und K durch GPS unterstützt.

Die verschiedenen Flugphasen gestalten sich bei der ersten Serienversion (A/B) wie folgt: Die Rakete bekommt die Zieldaten vom Bordsystem der jeweiligen Plattform und wird dann entweder ausgeklinkt (luftgestützt/AGM) oder mittels eines Boosters aus dem Startrohr geschossen (Oberflächen-/U-Boot-gestützt RGM/UGM). Während der Anflugphase fliegt die Harpoon ca. 15 Meter über dem Wasser und navigiert mit Hilfe ihres inertialen Navigationssystems. Sobald sich die Rakete in einer vorbestimmten Distanz zum vermuteten Ziel befindet, schaltet sie ihr bordeigenes J-Band-Radar ein, um das Ziel zu finden. Sobald das Ziel erfasst ist nähert sich die Lenkwaffe diesem in einer Höhe von 2 bis 5 Meter und steigt letztendlich in einer Distanz von 2 km auf 1,8 km Höhe („pop-up“-Manöver) um sich dann anschließend von oben auf das Ziel zu stürzen. Der Gefechtskopf zündet nicht direkt beim Aufschlag sondern zeitverzögert, so dass die Explosion im Schiffsinneren stattfindet und erheblich mehr Schaden verursacht als bei einer kontaktzündenen Waffe. Die Flugphasen und der Gefechtskopf wurden mit der Entwicklung von neuen Varianten immer wieder verändert.